Ein Fokus der zukünftigen Arbeit wird in dem Bereich Wirtschaftsförderung liegen. Im Gegensatz zu einigen anderen Kandidaten glaube ich nicht, dass Leuchttürme der heilbringende Fortschritt sind. Leuchtturmprojekte wie die Industriegebietsentwicklung an der A38 können zu Rohrkrepierern werden. Was den Landkreis zukunftsfähig macht, ist Wirtschaftsförderung von der Pike auf. Eine Wirtschaftsförderung, in die alle am Wirtschaftskreislauf beteiligten Unternehmen in Mansfeld-Südharz involviert sind und davon auch partizipieren.   Als Basis dafür sehe ich die erste Zielrichtung, dass alle Kommunen an der SMG beteiligt sind. Nur so greifen die zukünftigen Maßnahmen gleichberechtigt und mit dem gewünschten Wirkungsgrad. Dafür muss uns aber bewusst sein, dass nur dann ein „Produkt gekauft“ wird, wenn man den Mehrwert darin erkennt.   Die SMG hat bereits in der Vergangenheit Projekte umgesetzt und entwickelte im Bereich Wirtschaftsförderung sehr gute Ideen und Ansätze. Daran gilt es anzuknüpfen und weiter zu arbeiten.   Eine solide Wirtschaftsförderung besteht meiner Ansicht nach aus zwei Aufgabenschwerpunkten.   Der erste Schwerpunkt ist die Stärkung der bestehenden Wirtschaftsbetriebe. Beginnend vom Handwerk, über die Dienstleister, dem Einzelhandel, bis hin zu der großen Industrie. Hier gilt es Netzwerke aufzubauen, sich an Interessensverbänden und Gewerbevereinen zu beteiligen, wie zum Beispiel dem neu gegründeten „Unternehmerverband Mansfeld Südharz/Wirtschaftsregion A38“. Die SMG muss im Schulterschluß mit dem Landkreis ein Netzwerk zur Verfügung stellen, dass unter anderem ein Repräsentationsmedium für den Wirtschaftsstandort ist, Unterstützung bei Förderprojekten gibt, sowie die Kommunen aktiv unterstützt. Sie ist zukünftig das verbindende Element. Mehrwerte entstehen zum Beispiel in dem Bereich Fachkräftegewinnung durch gemeinsame kostenfreie Stellenportale, durch den Austausch von Erfahrungswerten im Bereich Digitalisierung und energetische Sanierung, durch ein professionelles Standortmarketing.   Ein weiterer Aufgabenschwerpunkt ist die Unterstützung bei der Gründung von neuen Unternehmen. Die SMG muss wie jetzt auch 1. Ansprechpartner für Ansiedelungsinteressierte sein und alles dafür tun, damit die Unternehmen in Mansfeld-Südharz investieren und Arbeitsplätze in die Region bringen. Die SMG muss eine aktive Unterstützung der Neugründer bei der Machbarkeitsprüfung, bei der Finanzierung, beim Austausch mit etablierten Unternehmen oder anderen Neugründern, bis hin zu Gemeinschaftsbüros und einem Kreativcampus anbieten. Des weiteren sollte man aktiv daran arbeiten, dass Mansfeld-Südharz wieder ein Fachhochschulstandort wird. Dies ist aber vorrangig Aufgabe des Landrates, jedoch bringt ein gutes Gründer- und Unternehmensnetzwerk auch die entsprechenden Argumente dafür.   Für die beiden Schwerpunktaufgaben in der Wirtschaftsförderung gibt es bereits in Mansfeld-Südharz und in  Nachbarlandkreisen Projekte, die ein Vorbild sein werden. Auszugsweise möchte ich hier „Perspektive Nordthüringen“ erwähnen. Ein tolles Beispiel für ein vom Freistaat Thüringen gefördertes Netzwerk über Landkreisgrenzen hinaus. Ein  Mehrwertbringer für die Kommunen, etablierte Wirtschaftsunternehmen und solche, die es zukünftig erst werden.   Ich bin fest davon überzeugt, dass dies in Mansfeld-Südharz ebenso möglich ist.  
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